Projekt zu E-Cargo-Bikes: Teil 2

Der Absatz von E-Cargo-Bikes hat in den letzten Jahren zugenommen. In den grossen Städten der deutschsprachigen Schweiz sind gut die Hälfte der Autofahrten innerhalb der Stadt weniger als 5 km lang (Städtevergleich Mobilität, 2017). Daher ist vorstellbar, dass einige dieser Fahrten durch E-Cargo-Bikes ersetzt werden.
Im ersten Teil des vorliegenden Projekts (2024/2025) wurden grundlegende Fragestellungen zur E-Cargo-Bike-Nutzung in Schweizer Städten und zu möglichen Sicherheitsproblemen untersucht. Belastbare Zahlen zu Unfällen mit E-Cargo-Bikes in der Schweiz sind bislang nicht verfügbar. Erste Studien haben gezeigt, dass die Verankerungen der Sicherheitsgurte für Kinder oft unzureichend sind. Des Weiteren bestehen Probleme mit den Abmessungen und der Fahrdynamik von E-Cargo-Bikes. Längere Bremswege und die Breite der Bikes, die in engen Velospuren weniger Spielraum für Korrekturen zulassen, stellen weitere Risiken dar. Mit steigenden Nutzerzahlen wird auch eine Zunahme von Verkehrskonflikten erwartet, wobei Zufussgehende bei Kollisionen mit E-Cargo-Bikes häufig schwerer verletzt werden. Ausgehend von der Studienlage lässt sich daher schliessen, dass mit steigendem Verkauf von E-Cargo-Bikes mit höheren Unfallzahlen zu rechnen ist.
Im nun angelaufenen zweiten Teil werden zunächst Befragungen von NutzerInnen durchgeführt. Dabei werden sowohl „erfahrene“ NutzerInnen als auch Neulinge und Kauf-Interessierte befragt. Im Fokus stehen unter anderem Helmtragebereitschaft und Wissen zum sicheren Kindertransport.
In einem nächsten Schritt werden Informationsmaterialen (Videoclips, Flyer etc) erstellt. Darin werden die identifizierten Probleme spezifisch aufgegriffen und den NutzerInnen in leicht zugänglicher Form zur Verfügung gestellt, damit sie jederzeit sicher und komfortabel auf dem E-Cargo-Bike unterwegs sein können.
Das Projekt wird gemeinsam mit der ZHAW bearbeitet. Es wird durch die AXA Stiftung für Prävention gefördert. Der Bericht zu Teil 1 ist hier zufänglich:
